Kreisel für den Knotenpunkt

Kreisel für den Knotenpunkt

Klare Mehrheit für Planung des Kirchhatter Arbeitskreises.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kirchhatten Lange ist über die Neugestaltung der Ortsdurchfahrt Kirchhatten diskutiert worden. In diesem Jahr sollen nun endlich Taten folgen. So lautet das Ergebnis einer Informationsveranstaltung im Schützenhof.

Wie sieht der Zeitplan
der Arbeiten aus
?

Der Auftrag für die Gestaltung des Werkstattplatzes und des Verbindungsstückes zum Kreisel Wildeshauser Straße ist nach Angaben von Bürgermeister Christian Pundt am Donnerstag, 11. Januar, an die Baufirma rausgegangen. Baubeginn soll in der 7. Kalenderwoche (12. – 17. Februar) sein. „Es sei denn, wir haben dann eine zentimeterdicke Eisschicht am Boden“, so Pundt. Die mehrstufige Bauphase wird sich dann bis in den Dezember hinziehen. Mit der Fertigstellung wird für Januar 2019 gerechnet.

Die Kirchhatter Ortsdurchfahrt ist eine Landesstraße und dient als Umleitungsstrecke für die Autobahn. Deshalb lassen die zuständigen Behörden keine Vollsperrung zu. Gearbeitet wird mit halbseitigen Sperrungen.

Wie soll den Gewerbetreibenden geholfen werden ?

Die Gemeinde verspricht, dass Wirtschaftsförderer Stefan Schelenz als ständiger Ansprechpartner der Gewerbetreibenden zur Verfügung steht (Telefon  04482 922266). Um größere Einnahmeausfälle zu verhindern, sollen Nebenstraßen zu den Geschäften während der Sperrungen ausgeschildert werden. Erst nach Fertigstellen sämtlicher Nebenanlagen wird an einem Wochenende die Ortsdurchfahrt voll gesperrt, damit die Asphaltschicht aufgebracht werden kann.

Wo liegt im weiteren Verlauf das Hauptproblem ?

Eigentlicher Knotenpunkt im Ort ist zweifelsfrei der Marktplatz, wo auf relativ beengtem Raum Hauptstraße und Sandhatter Straße aufeinandertreffen. Ein Arbeitskreis unter der Leitung von Professor Carsten Müller (Hochschule Bremen) hat viel Arbeit investiert, um vor allem folgende Ziele zu erreichen: eine Geschwindigkeitsdämpfung des Verkehrs, das Ermöglichen von Verkehrsinseln als Querungshilfe und generell mehr Sicherheit für Fußgänger. Das Ergebnis ist ein Kreisverkehr, der im Zeitraum 2019/20 gebaut werden soll.

Was spricht für den Umbau zu einem Kreisel ?

Perfekt ist diese Lösung nicht, wie fast alles im Leben. Eine 125 Jahre alte Eiche am Marktplatz muss aus Platzgründen weichen, außerdem vier weitere Bäume. Die Pluspunkte überwiegen allerdings: An allen vier Ausgängen des Kreisels sind so Zebrastreifen möglich, außerdem eine nicht überfahrbare Verkehrsinsel zwischen Geschenke Martens und Marktplatz.

Ortsdurchfahrt sieben Meter breit

Die Ortsdurchfahrt wird durchgängig auf einer Breite von 7 Metern ausgebaut. Darin integriert ist auf beiden Seiten ein Fahrradschutzstreifen von jeweils 125 Zentimeter Breite.

Eine Temporeduzierung des fließenden Verkehrs soll durch die Kreisel, aber auch den farblich abgesetzten Werkstattplatz erreicht werden (Neubau gefördert mit über 900 000 Euro aus der Dorferneuerung).

Das Meinungsbild fiel am Ende der gut besuchten Informationsveranstaltung – die Gemeinde hatte 2500 Einladungen verschickt, etwa ein Zehntel kam – zweifelsfrei aus. Fast ausnahmslos sprachen sich die Bürger für den Bau des Kreisels aus.

Text: NWZ