Landschaftspflege an der Dwokuhle

Unter Beteiligung einiger Mitglieder des Heimat- und Bürgervereins Kirchatten, wurden landschaftspflegende Arbeiten an der Dwokuhle in Kirchhatten durchgeführt.
Das Naturdenkmal 515, die Dwokuhle am Reiherbusch in Kirchhatten, eine ca. 3500qm große Tonkuhle mit einer Uferzone vorwiegend aus Binsen und Weiden, hat seit mehr als 10 Jahren einen Dornröschenschlaf gehalten.
Die Randgehölze haben sich großflächig ausgebreitet und den Zugang für Wildtiere zum Wasser, insbesondere für Reiher fast unmöglich gemacht.
Die Anerkennung der Tonkuhle als Naturdenkmal steht historisch im engen Zusammenhang mit der Reiherkolonie im Reiherholz.
Als besonders charakteristische Elemente sind Naturdenkmale ein “Spiegel” der Landschaftsentwicklung und haben deshalb eine besondere Bedeutung für Heimatkunde und Kulturgeschichte, Naturkunde und Wissenschaft, das Landschaftserleben.
Sie prägen die Landschaft durch ihre Eigenart, Seltenheit oder Schönheit. Deshalb hat der Landkreis Oldenburg diese Objekte ausgewählt und als Naturdenkmal ausgewiesen.
Dies ist einerseits lobenswert, bedeutet aber auch eine außerordentliche Verantwortung und Verpflichtung der Menschen gegenüber den Einzelschöpfungen und somit verbunden mit pflegerischen Maßnahmen.
Im Regionalen Entwicklungskonzept des Naturparks Wildeshauser Geest ist eine aktive Einbindung der Bevölkerung in Naturschutz und Landschaftspflege ausdrücklich gewünscht.
Nach dem Motto, “nicht nur snacken, auch mal anpacken!”
trafen sich 9 ehrenamtliche Helfer*innen an 3 Arbeitstagen im Januar/Februar, um die Randgehölze auf der westlichen Seite der Tonkuhle auf den Stock zu setzen und das Schnittgut so zu schichten,
dass es zu einem späteren Zeitpunkt (wenn die umliegenden Grünflächen wieder befahrbar sind) von der Gemeinde Hatten geschreddert werden kann.
Damit ist beabsichtigt, dass ein landschaftsoffener Zugang zum Gewässer geschaffen wird und das Sonnenlicht und Wind die bodennahe Vegetation besser erreichen.
Text/Bild: Norbert Klüh / HBV